Motto: "Brücken bauen zwischen den Kulturen - Wege zu einer besseren Völkerverständigung"
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Weiterhin danken wir |
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| Der Vorstand | |||||||||||||
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Brücken bauen zwischen den Kulturen
| Die Schoenen |
16.09.2008
DORF IM BOHNENTAL Wege zu einer besseren Völkerverständigung - Unter diesem
Motto veranstaltete der Rumänienhilfeverein „Pro Romania“ e.V. sein 1.
Kulturfestival in Dorf im Bohnental.
Das war den Organisatoren des Vereins „Pro Romania“ e.V. im Vorfeld schon klar:
ein solches Fest ist eine Gratwanderung zwischen der bloßen
musikalisch-tänzerischen Unterhaltung und dem Anspruch, etwas Besonderes zu
bieten.
Was am 16. und 17. August an der Alten Schule in Dorf im Bohnental dabei heraus
kam, konnte sich sehen und hören lassen. Ein abwechslungsreiches und
unterhaltsames Programm begeisterte Jung und Alt.
Treffsicher eröffnete der Schirmherr des Kulturfestivals, Bürgermeister Armin
Emanuel, beim Fassanstich die Veranstaltung. Die Besucher freuten sich über ein
20 Liter Freibier, das Getränke Leistenschneider, Schmelz, spendiert hatte.
Nach seinen Grußworten richtete gleichwohl der 1. Vorsitzende des Vereins, Herr
Werner Becker, seine Dankes-Worte an all je ne, die durch ihre Spenden,
Sachleistungen und Organisation zu diesem Fest beigetragen hatten. Auch
Friedhelm Reiter, Ortsvorsteher in Dorf im Bohnental, würdigte in seiner
Ansprache den Mut zu einer solchen Veranstaltung. Neben ihm hatten sich auch
zahlreiche Ortsvorsteher der Nachbargemeinden eingefunden.
Pastor Jörg Heidmann, Vorsitzender der „Rumänienhilfe Ottweiler“, griff dann in
einer bewegenden Rede das Motto dieser Veranstaltung auf und erklärte
eindringlich die Notwendigkeit einer besseren Völkerverständigung in einer immer
schneller zusammen wachsenden Welt. Schnell war danach dann eine Brücke gebaut
zu den kulturellen Darbietungen dieses Tages. Exotisch ging es zu, als eine
„Bauchtanzgruppe“ aus dem Bohnental ihre Hüften zu orientalischer Musik wippte.
Ein Augenschmaus der besonderen Klasse!
Leider hatte die darauf folgende Gruppe „Audite“ aus Saarburg kurzfristig ihren
Auftritt absagen müssen, aber Moderator Guido Geisen, der an beiden Tagen durch
das Programm führte, schloss kurzerhand diese Lücke durch den Vortrag
belustigender Kräutermärchen.
Lebhafter ging es anschließend weiter, als eine Russland-Deutsche Musikgruppe
mit über zehn Musikern heimatliche und spirituelle Weisen darbot. Die nächste
Brücke nach Spanien/Argentinien baute darauf die Flamenco-Gruppe „Las Rossos“,
die mit feurigen Tänzen und heißen Rhythmen den Zuschauern einheizte.
Der Top-Act für diesen Abend folgte alsbald: „Haute Culture“ mit „Die Schoenen“
aus Saarbrücken. Fünf Musiker aus drei Nationen mit einem Ziel: den Chanson
aufleben zu lassen. Auf ihre eigene Art und Weise gelang dies bei jedem ihrer
Stücke und Front-Frau Anne Schoenen zeigte wieder einmal mehr, dass Chanson
gelebte Musik ist. Ausdrucksstark, besonnen melancholisch, frivol und frech,
hauchte sie Liedern von Knef, Piaf, Tell und Louisan ihre eigene Interpretation
ein. Begleitet wurde sie von den Musikern Guido Allgaier (Gitarre), Jorg Jenner
(Bass), Jean-Marie Bartz (Akkor deon) und Harald Rech (Schlagzeug). Ein
Auftritt, der das Prädikat „Weltklasse“ zu Recht tragen darf.
Weiter ging es samstags mit einem Frühschoppen und einem Mittagessen, zubereitet
von Eugen Dahlem und seinem Team. Am Nachmittag konnten sich die Besucher bei
Kaffee und Kuchen verschiedene DVD-Filmvorführungen über die kulturellen Reisen,
die in den letzten Jahren vom Verein durchgeführt wurden, in der Alten Schule
anschauen.
Am Nachmittag ging es weiter mit den Kulturbeiträgen. Das Akustik-Trio „Rotwein
und Pimpinelle“ aus Saarbrücken spielte die schönsten Stücke bekannter
Liedermacher, Chansons und alte, fast vergessene Volkslieder aus längst
vergangenen Tagen. Ein Programm mit Herz und Hirn, zum lachen und weinen, zum
zuhören und mitsingen.
Am Abend folgten „normal verrückte Lieder“ und „unglaubliche Erzählungen“ von
Michael Riehm und Freunden sowie Guido Geisen (Lesungen). Michael Riehm
(Gitarre) wurde begleitet von Chris Selzer (Gitarre) und Detlef Schäfer (Bass).
Ein musikalischer Leckerbissen für all diejenigen, die das Geheimnis hinter den
Dingen spüren und das Staunen über das Wunderbare allen Seins nicht verlernt
haben. Auch Guido Geisen konnte mit seinen „unglaublichen Erzählungen“ das
Publikum zum staunen und schmunzeln einladen. Als besonderer Höhepunkt war der
musikalisch umrahmte Vortrag seines Gedichtes „Ein Traum“, bei dem ein jeder
wahrhaft „mitträumen“ konnte.
Als letzter Top-Act dieses zweitägigen Kulturfestivals schloss Günther Böhm mit
seiner Zirkusschule „HeckMeck“ aus Völklingen ab. In einer atemberaubenden
Feuershow lies er den Zuschauern eine Gänsehaut nach der anderen den Rücken
runter kriechen. Atemlose Stille bei seinem „Feuer-Schwertkampf“, aber auch beim
jonglieren mit Feuer-Fackeln auf mannshohen Stelzen, brachte seine Truppe immer
wieder ein Raunen in die Zuschauermenge.
Ein gelungenes Kulturfestival der wirklich besonderen Art. Der Erfolg dieser
Veranstaltung zeigte den Machern wieder einmal mehr: es hat sich gelohnt Brücken
zu bauen, hin zu einer besseren Völkerverständigung. Es wird sicher nicht das
letzte Festival dieser Art im Bohnental gewesen sein.
Artikel online lesen: www.wochenspiegel-saarland.de/index.php?id=152&doc=81067
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